Eiche liefert Gewicht, Stabilität und tiefe Maserung, Kiefer und Fichte wirken heller, weicher und oft lebhaft markiert. Altholz kann aus Scheunen, Dielen, Paletten oder historischen Balken stammen. Achte auf alte Nägel, Harz, Gerbstoffe und Risse. Diese Unregelmäßigkeiten verleihen Charakter, verlangen jedoch Sorgfalt bei Zuschnitt, Befestigung, Ausrichtung und späterer Oberflächenbehandlung.
Durch die Wiederverwendung wird gespeicherter Kohlenstoff länger gebunden, neue Abholzung vermieden und die Kreislaufwirtschaft gestärkt. Jede Latte, die nicht neu produziert werden muss, schont Energie und Wasser. Gleichzeitig entsteht ein ehrlicher, natürlicher Ausdruck, der moderne Einrichtung warm erdet und technische Oberflächen mit spürbarer Haptik durchbricht, ohne künstlich oder überinszeniert zu wirken.
Beziehe dein Holz von seriösen Aufbereitern oder Demontagebetrieben, die Herkunft, Behandlung und Lagerung transparent machen. Frage nach Schädlingsfreiheit, eventuellen Beschichtungen, Einsatzzwecken und Feuchtewerten. Eine Hitzebehandlung oder sorgfältige Trocknung verhindert böse Überraschungen. So erhältst du Material, das nicht nur schön, sondern auch gesund, stabil und berechenbar ist.
Breite Dielen vermitteln Ruhe, schmale Lamellen erzeugen lebendige Vertikalität. Fischgrät und Chevron geben Bewegung, horizontale Verlegung kann Räume strecken, vertikale Linien lassen Decken höher wirken. Plane bewusst mit Schattenfugen, Sockelanschlüssen und Steckdosen. Ein wiederkehrender Rhythmus beruhigt, gezielte Brüche setzen Akzente, ohne überladen oder unruhig zu erscheinen.
Ein fester, sauberer Untergrund ist Pflicht. Ausgleichslatten erleichtern Ausrichtung, versteckte Nägel oder Schrauben sichern dauerhaft. Montagekleber ergänzt, ersetzt aber nicht immer mechanische Befestigung. Prüfe Wände, markiere Achsen, arbeite von der Mitte. So bleiben Fugen sauber, Reihen gerade und Übergänge stimmig, auch wenn das Holz leicht arbeitet.
Holz schluckt Höhen, streut Klang und macht Räume angenehmer. Eine akustische Zwischenlage kann zusätzlich helfen. Lass Dehnfugen an Rändern, damit saisonale Bewegung keinen Druck erzeugt. Akklimatisiere das Material mehrere Tage im Raum. So bleiben Paneele ruhig, Fugen geschlossen und die Wand langfristig attraktiv, auch bei wechselnder Luftfeuchtigkeit.
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